B. Boll Mediengruppe B. Boll Mediengruppe
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Seit 1952 ist die Mummstraße 9 Heimat des Solinger Tageblattes – und bleibt es. Vor kurzem ist der Startschuss für eine umfassende Modernisierung des Medienhauses gefallen. „Damit bekennen wir uns zum Standort und zur Zukunft des Lokaljournalismus“, sagt ST-Verleger Michael Boll.

Er führt das 1809 von Carl Siebel gegründete und seit 1867 in Familienhand befindliche Unternehmen in fünfter Generation. Seit jeher hat die heutige B. Boll Mediengruppe ihren Sitz im Zentrum der Stadt, deren Bewohner sie tagtäglich zuverlässig informiert.

Ein weiterer Baustein für die Zukunft der City

„Natürlich haben wir in der Standortfrage mehrere Szenarien durchgespielt“, sagt Michael Boll. Das Gebäude ist mehr als 70 Jahre alt, die Innenstadt kämpft mit Herausforderungen. „Gerade deshalb ist es uns wichtig, unser Haus genau hier fit für die Zukunft zu machen“, betont der Verleger.

Neben dem Neubau der Stadt-Sparkasse, den auf dem Evertz-Gelände geplanten Wohnungen sowie den Entwürfen für die ehemalige Hauptstelle der Stadt-Sparkasse sei das ein weiterer, kleiner Baustein für die Zukunft der City.

Das ist an der Mummstraße geplant

An der Mummstraße ist eine umfassende Sanierung geplant, die das gesamte Jahr 2026 andauern wird. Zum einen sind energetische und technische Maßnahmen vorgesehen: neue Fenster, neues Dach, Dämmung, Luft-Wärmepumpe statt Gasheizung, Photovoltaik.

Zum anderen verbessert die B. Boll Mediengruppe die Bedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort. Moderne Arbeitsplätze und Konferenzräume, Aufenthaltsgelegenheiten sowie eine zukunftsgerichtete technische Infrastruktur ermöglichen Kooperation interdisziplinärer Teams – und bieten Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten.

Neue Nutzer ziehen ins Gebäude

Mehr als 100 Menschen – und damit mehr als heute – werden ihre berufliche Heimat zukünftig an der Mummstraße 9 haben. Denn neben den für die Logistik zuständigen Zustellfirmen zieht es auch Radio RSG mit Redaktion, Sendestudio und Verkauf in das neu gestaltete Medienhaus, das dieser Bezeichnung damit noch mehr gerecht wird. Die B. Boll Mediengruppe ist Mehrheitsgesellschafter der Betriebsgesellschaft von Radio RSG.

Veranstaltungsfläche eröffnet neue Möglichkeiten

Verantwortlich für Planung und Umsetzung der Maßnahme ist das Team von Seidensticker Architektur. „Das Gebäude wird nicht nur auf den neuesten Stand gebracht, sondern so umgebaut, dass es den Ansprüchen einer modernen Medienwelt gerecht wird“, sagt Geschäftsführer Andreas Seidensticker.

Besonders hebt er die Veranstaltungsfläche für bis zu 199 Gäste hervor, die im Untergeschoss in Richtung Stammweg entsteht. Dort, wo früher Druckmaschinen standen, kann das Unternehmen zukünftig zum Beispiel Leser-Events durchführen.

Trotz aller Neuerungen bleibe die Identität des Gebäudes sichtbar. „Das ist ein wichtiges Signal für Mitarbeiter, Leser und die Stadt“, betont Seidensticker.

Mehrere Millionen Euro nimmt das Unternehmen für die Modernisierung in die Hand. Die Verleger Michael und Bernhard Boll setzen damit ein klares Zeichen: „Wir gestalten die Zukunft von hier aus.“

Immer mehr Menschen lesen das ST digital

Die ist natürlich nicht nur auf Papier gebaut. Zwar ist „Bolls Blättchen“ bei den Lokalzeitungen in Solingen mit 91 Prozent Marktanteil nach wie vor eindeutiger Platzhirsch. Doch auch wer sich digital informiert, kommt am ST nicht vorbei.

Mit Solinger Tageblatt und Remscheider General-Anzeiger wird die B. Boll Mediengruppe zeitnah die Marke von 10.000 Digital-Abonnentinnen und -Abonnenten knacken. Sie konsumieren die Inhalte im E-Paper, im Web oder in der News-App.

Mit ihren Nachrichtenportalen erreichen die Titel der Mediengruppe mehr als 140.000 regelmäßige Digitalleser, die monatlich bis zu vier Millionen Seitenaufrufe generieren. Hinzu kommen mehr als 150.000 Social-Media-Follower.

Qualitätsjournalismus ist gefragter denn je

„Die Wege, über die wir Nachrichten verbreiten, mögen sich verändern. Was bleibt, sind unsere zentralen Werte: Glaubwürdigkeit und lokale Verwurzelung“, verspricht Michael Boll. Mit diesen werde die digitale Transformation des Lokaljournalismus gelingen.

Der sei momentan gefragter denn je: „Gerade in der immer größer werdenden digitalen Info-Flut ist die Bedeutung von verlässlichen und unabhängigen Nachrichtenquellen so groß wie nie zuvor.“

Fassade bleibt ein Hingucker

Sichtbar wird der Wandel der Medienwelt an der Fassade der Mummstraße 9. Während der Sanierung verschwinden dort die markanten Schlagzeilen, die das Gebäude seit Jahrzehnten prägen. Sie weichen bunten Fassadenelementen – Symbole der Standbeine der Mediengruppe: von der Tageszeitung über Anzeigenblätter, Magazine und digitale Medien bis hin zu Radio RSG.

Die neue Gestaltung verdeutliche die über Jahrzehnte gewachsene Vielfalt des Unternehmens, erklärt Michael Boll. Ein Ausdruck der Balance zwischen Tradition und Fortschritt.